Die Betriebskosten einer Infrarotheizung setzen sich im Wesentlichen aus den Stromkosten zusammen. Anders als bei Öl- oder Gasheizungen fallen keine Brennstofflieferungen, Schornsteinfegergebühren oder verpflichtende Wartungsverträge an. Das macht die Kostenstruktur transparent und gut planbar.
Energieverbrauch
Infrarotheizungen wandeln elektrische Energie direkt in Wärmestrahlung um. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom in Wärme beträgt dabei nahezu 100 Prozent. Der Verbrauch ergibt sich aus drei Größen:
- Nennleistung des Geräts in Watt (W)
- Betriebsstunden pro Tag oder Jahr
- Anteil der tatsächlichen Einschaltzeit (durch Thermostatsteuerung)
Rechenbeispiel: Jahresverbrauch
Angenommen, in einem Arbeitszimmer von etwa 15 m² wird ein 500-Watt-Infrarotpaneel eingesetzt. Mit einem Thermostat läuft das Gerät durchschnittlich 6 Stunden täglich an 180 Tagen im Jahr (Heizsaison):
500 W ÷ 1.000 × 6 h × 180 Tage = 540 kWh pro Jahr.
Bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh (individuell je nach Tarif) entstehen Jahreskosten von 162 Euro. Der tatsächliche Strompreis hängt vom individuellen Vertrag ab.
Für eine auf Ihre Situation angepasste Berechnung empfehlen wir den Infrarotheizungs-Rechner von Heizprinz.
Einfluss des Thermostats
Ein Thermostat ist für die Kostenkontrolle bei Infrarotheizungen unverzichtbar. Ohne Thermostat läuft das Gerät dauerhaft und verbraucht unnötig Strom. Mit Thermostat wird nur geheizt, wenn die gewünschte Raumtemperatur unterschritten wird – typischerweise liegt die tatsächliche Einschaltzeit bei 30 bis 60 Prozent der Betriebszeit, je nach Raumdämmung und gewünschter Temperatur.
Mehr Informationen zu Thermostatsteuerungen finden Sie auf der Seite Thermostat für Infrarotheizungen.
Wartungskosten
Da Infrarotheizungen keine beweglichen Teile und kein Wasser im System haben, sind sie nahezu wartungsfrei. Es gibt keine jährliche Überprüfungspflicht durch einen Heizungsbauer oder Schornsteinfeger. Lediglich eine gelegentliche Reinigung der Oberfläche wird empfohlen.
Im Vergleich dazu können bei Gasheizungen jährliche Wartungskosten von typischerweise 150 bis 400 Euro anfallen – zusätzlich zu den Brennstoffkosten. Dieser Unterschied sollte bei einem Kostenvergleich immer berücksichtigt werden.
Betriebskosten nach Anwendungsfall
- Gelegentlich genutzte Räume (Gästezimmer, Keller): Sehr niedrige Betriebszeiten, kaum Kosten
- Dauerbeheizung im Büro oder Wohnzimmer: Höhere tägliche Betriebszeiten, aber gut planbar
- Kombination mit Photovoltaik: Eigenverbrauch von Solarstrom kann die Stromkosten senken
Mehr dazu finden Sie unter Infrarotheizung Verbrauch ermitteln.
Vergleich mit anderen Heizsystemen
Ob eine Infrarotheizung gegenüber anderen Systemen kostengünstiger ist, lässt sich nicht pauschal sagen – es hängt immer vom jeweiligen Strompreis, dem Gaspreis, der Wärmeeffizienz des Gebäudes und dem Nutzungsverhalten ab. Entscheidend sind immer die Gesamtkosten (Anschaffung + Betrieb + Wartung) über einen längeren Zeitraum.
Einen direkten Kostenvergleich finden Sie unter Kosten einer Infrarotheizung.